Mehr Miezekatz

Eine sonnige Katze

Das Bild ist nicht mit der neuen Kamera entstanden, sondern ganz profan mit dem Handy. Es ist auch schon eine Weile her, dass ich es gemacht habe.

Morgens lag sie neben meinem Schreibtisch auf dem Drucker und es passte einfach alles. Da liegt sie sehr gerne, und ich habe auch schon vor Langem aufgegeben ihr das abzugewöhnen.

Ist ja auch ein viel zu schöner Anblick, oder?

Hello Kitty und Jack Sparrow

Unsere zwei Katzelchen haben wir vor ein paar Monaten – es mag Ende Oktober 2010 gewesen sein – vom Katzenstübchen Fürth erhalten.

Ich hatte mich zu dem Zeitpunkt schon recht regelmäßig auf der Homepage vom Katzenstübchen herumgetrieben, weil wir lose vorhatten umzuziehen und nach dem Umzug eben Katzen anzuschaffen, und wenn schon, dann sollten es eben auch keine Züchterkatzen sein, sondern Notfälle. Als unser kleines Kerrilein dort mittels Anzeige vorgestellt wurde, bin ich aber sofort schwach geworden. Das konnte dann wirklich nicht mehr warten. Es war halt Liebe auf den ersten Blick.

Kurz entschlossen also Hörer in die Hand genommen, Nummer gewählt, unendliche Liebe zu dieser Katze in Worte gefasst. “Ja, also diese Katze ist ja schon so gut wie vermittelt. Da kommt morgen jemand.” – Neeeeeeeeeeeeeeein!

Wie sich im Laufe des Gesprächs aber herausgestellt hat, war die gute Frau vom Stübchen von den anderen Bewerbern um die Kleene nicht so wirklich überzeugt. Nach Irrungen, Wirrungen und einem ziemlich überzeugenden Besuch war fix klar – wir bekommen sie. Und den überdrehten, äußerst selbstbewussten und nicht im mindesten scheuen Kater, den sie ganz gern hat, auch gleich dazu. Jim und Kerri sind nämlich nicht verwandt. Sie haben sich in der Notfallstation des Stübchens kennengelernt und angefreundet.

Wir sind noch am selben Tag durch zwei Tierbedarfshandlungen gehetzt,  haben einen ganzen Katzenhausstand zusammengekauft und die zwobeiden bereits am nächsten Tag eingesammelt.

Und jetzt sind sie da, die beiden Klischees auf Pfoten.

Kerri ist eine richtige Süß-Katze. Von winzigkleiner Statur (gemessen an der Durchschnittskatze), mit riesengroßen blauen Augen und superweichem weiß-creme-latte-macchiatofarbenem Fell. Wenn sie spielt, geht einem das Herz auf, weil sie so tappsig ist. Außerdem hat sie wenig Talent, was das Herunterspringen von Dingen angeht, weshalb sie mittlerweile alles mit Stufen bevorzugt. Außerdem ist sie unglaublich verfressen, ja geradezu whiskas-süchtig. Mit dem richtigen Leckerchen kann man sie zu so ziemlich allem, was sie sonst nie machen würde, überreden. Wahre Wunder bewirkt da zum Beispiel die Tube mit der Malzpaste, denn für Malzpaste tut Madamchen ALLES.

Und Jim ist ein Pirat. Unter jedem Schrank wird nach Schätzen getaucht und jedes Regal geentert. Kuscheln gehört nun wirklich nicht in sein Weltbild – es sei denn es ist 3.00 Uhr nachts, Kater ist müde und keiner siehts. Dann wird heimlich unter die Bettdecke gekrabbelt, aber pssssssssst…. Jim ist auch der erste Kater, den ich kennenlerne, der auf dem Bett liegenbleibt, wenn ich die Decke ausschlage, und mit dem ich eine Kissenschlacht veranstalten kann, und es stört ihn nicht. So ein Pirat kennt halt keine Angst. Außerdem ist er völlig fasziniert von Wasser, klarer Fall, Piraten sind ja üblicherweise auf dem Wasser unterwegs, nicht wahr? Auf Nass werden fliegt er zwar nicht so, aber er ist schier besessen von Badewanne und Dusche. Sobald einer der beiden Wasserhähne aufgedreht wird, steht er wie eine Eins daneben und beobachtet das Geschehen ganz genau. Wenn ich in der Badewanne liege, leistet er mir vom ersten Wasser-Einlassen bis zum Handtuch-um-die-Haare-Wickeln Gesellschaft und lässt sich nichtmal von parfümiertem Badeschaum oder Shampoo vertreiben. Todesmutig, wie ein Pirat nunmal ist, wird sogar auf dem Badewannenrand ausgeharrt, während ich mir die Haare ausbrause.

Und wenn man nun Hello Kitty und Jack Sparrow nimmt und zusammen auf eine Wohnung loslässt, dann können überraschende Dinge passieren.

Dass Jim Kerri durch die Wohnung jagt, ist nicht weiter verwunderlich. Dass er ihr stundenlang den Rücken sauberleckt, schon eher. Dass Kerri Jim gern mal ein paar Happen von seinem Futter klaut, wundert einen auch nicht, dass sie in einem unbeobachteten Moment wie ein Komet unter dem Bett hervorschießt und unseren todesmutigen Kater so erschreckt, dass er fast bis auf den Kleiderschrank springt, ist eher überraschend.

Mit den beiden wird es nie langweilig bei uns. Ich werde sicherlich noch eine Menge über die Katzels zu berichten haben.

Was zum Drauf Freuen, hoffe ich. :)

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