Wie alles begann….

Unsere Degus sind alle eine große Familie. Dass wir überhaupt so viele haben, ist einem selbstlosen *hust* Zoogeschäft zu verdanken, das uns seinerzeit zwei Degus verkaufte, von denen eines binnen kurzer Zeit überraschend an Körperumfang zulegte. Jaaaa… hmmm…

Was nun, was tun? war die Frage, die wir uns stellten. Und uns wurde schon vor Geburt der Minis klar, dass wir nicht das Herz haben würden, sie abzugeben. Blieb nur die saubere Trennung nach Geschlechtern und Verteilung auf zwei Käfige.

Natürlich gab es dabei genug Probleme. In der Kürze der Zeit musste zunächst mal eine zweite Unterbringungsmöglichkeit her; es war uns natürlich schleierhaft, wieviele Minis die werdende Mama da nun in sich hatte und wie sich diese Minis auf die Geschlechter verteilten. So hatten wir überhaupt keinen Plan, wie groß unser erster Ausweichkäfig sein sollte.

Wir haben also einfach in den blauen Dunst hinein gebaut und im Nachhinein betrachtet eine Menge Glück im Unglück gehabt, dass wir groß genug gebaut haben.

Der Käfig wurde leider nicht rechtzeitig vor der Geburt der Kleinen fertig. Bei Degus ist es so, dass das Muttertier praktisch direkt nach der Geburt schon wieder empfängnisbereit ist. Da wir den Käfig noch nicht fertig hatten, konnten wir Papa Beren nicht von der Mama trennen – also hat er schon am Tag, als Eowyn, Niniel, Elrond, Túrin und Garaf auf die Welt kamen, wieder sein Bestes als Familienvater gegeben. *hust*

Ca. 7 Wochen nach der Geburt wurden dann die kleinen Jungens mit dem Vater, der in der Zwischenzeit bereits in den neuen Käfig hatte umziehen “dürfen”, vergesellschaftet. Das ging recht reibungslos, überraschenderweise.

Und dann kam es, wie es ja kommen musste – die Mama hat drei Monate nach dem ersten Wurf noch einmal geworfen. In der Zwischenzeit hatten wir auch den zweiten großen Käfig fertiggestellt, und die Damengruppe war zum Zeitpunkt der Geburt bereits umgesiedelt (die Jungs lebten da ja schon im ersten großen Käfig). Zu unser aller Glück waren es zwei putzmuntere Minis, nämlich Lara und Indy. Keine Fehlgeburten waren dabei, Mama hat die zweite Schwangerschaft locker weggesteckt (zwei Babies im Wurf sind für Degus auch bemerkenswert wenig) und alle waren wohlauf. Das hätte wirklich anders ausgehen können, und ich bin bis heute dankbar, dass wir und vor allem Lucy, Indy und Lara da so viel Glück hatten.

Indy und Lara dann zu trennen, als sie das kritische Alter erreicht hatten, hat uns fast das Herz zerrissen. Die beiden gleichen sich charakterlich wie ein Ei dem anderen. Und unter der Trennung haben sie auch erkennbar beide gelitten. Interessanterweise war in der Zeit vor der Trennung Lara noch ein ganzes Stück forscher als der werdende WatchGu. Schwer vorstellbar, nicht? *g*

Inzwischen sind auch unsere Jüngsten ein Jahr und drei Monate alt, sodass nun wirklich als gesichert angesehen werden kann, dass uns kein weiterer Nachwuchs mehr ins Haus steht.

Ja, ich weiß, wir waren jung, unerfahren und haben natürlich eine Menge falsch gemacht – aber Geschlechterbestimmung bei Degus haben wir wirklich extrem gut gelernt in der relativ kurzen Zeitspanne. 😉

Außerdem muss ich sagen, dass so ein Stall voller Degus (im übertragenen Sinne) einfach toll ist. Zwei riesige Käfige voller Fellchen, und es wuselt und knuspert und zwitschert immer irgendwo. Im Nachhinein wäre es gerade für Lucy sicher entspannter gewesen, wären wir bei der Anschaffung bereits informierter gewesen. Aber gottseidank ist alles gut gegangen, und nicht eine einzige unserer Fellnasen würden wir wieder hergeben wollen.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>