Beware the WatchGu!

Wer sich hierher verirrt, hat sich geschickt an meinem WatchGu vorbeigemogelt. Vermutlich habt Ihr ihn mit Maispopps bestochen, gebt es zu. ­čśë

Bei dem gef├Ąhrlichgrimmigen Aufpasser handelt es sich um unseren Winzig-Degu Indy. Das Foto stammt aus der Zeit der Vergesellschaftung – also seiner Eingew├Âhnung in die Gruppe der Jungs. Da war er noch ein pubert├Ąrer NervGu. ­čśë

Indy ist der j├╝ngste unserer Jungsgruppe.┬áAber nur weil er der j├╝ngste ist und lange Zeit auch der kleinste war, ist er noch lange nicht ├Ąngstlich oder zur├╝ckhaltend, im Gegenteil. Mit Indy hatten wir seinerzeit ziemliche Probleme bei der Vergesellschaftung, weil er es einfach nicht eingesehen hat, sich den anderen Jungs – mit Ausnahme von Papa Beren, mit dem Chef legt man sich halt einfach nicht an – unterzuordnen, die anderen Jungs waren aber auch nicht bereit in der Rangfolge unter dem kleinsten zu stehen, also gab es ├╝ber einen l├Ąngeren Zeitraum immer wieder K├Ąmpfe und Gerangel, und wir mussten immer wieder mal das Trenngitter einsetzen, bis schlie├člich Elrond und Garaf – Elrond ist eher der vertr├Ąumte Typ und Garaf ein ziemlich praktisch veranlagter Gourmet, der Fressnapf ist sein zweites Zuhause, gleich nach der Kuschelr├Âhre – sich geschlagen gaben und Indy als st├Ąrker akzeptierten.

Nur T├║rin hat sich nie von Indy kleinkriegen lassen. T├║rin ist ein wahrer Krieger – obwohl nicht der ├Ąlteste, ist er der gr├Â├čte, breiteste, muskelbepackteste und vernarbteste Degu im Gehege. Von einem seiner ersten K├Ąmpfe mit Papa Beren trug er einen Knick im Schwanz davon sowie eine Narbe ├╝ber dem rechten Auge. Sehr verwegen, der T├║rin.

Inzwischen sind bis auf Indy eigentlich alle aus den sogenannten Flegeljahren raus, sodass selbst T├║rin inzwischen einigerma├čen friedlich ist. Und Indy ist inzwischen auch nicht mehr der kleinste Degu im K├Ąfig. Kein Wunder, bei so viel Aufm├╝pfigkeit bleibt der eine oder andere Muskelaufbau nicht aus.

Es kam also wie es kommen musste – kurz nach Umzug in die neue Wohnung hat Indy begonnen, die Chefposition von Papa Beren pers├Ânlich anzuzweifeln. Nun ist Papa immer schon ein sehr ruhiger Geselle gewesen und l├Ąsst sich gemeinhin auch von seinen Jungs eine Menge gefallen. Aber Indy hats wirklich gewaltig ├╝bertrieben, sodass wir wieder kurz vor der Trenngitterentscheidung standen, und das war seit nun fast einem Jahr nicht mehr n├Âtig.

Seit einigen Tagen ist aber gottseidank endlich wieder Waffenstillstand (Frieden wirds noch nicht sein – daf├╝r kenn ich unsere Jungs zu gut).

Nun muss man ├╝ber Indy wissen, dass er in jungen Kinderjahren bereits seine erste Kriegsverletzung davontragen musste und dank des ├ťberlebens dieser traumatischen Erfahrung inzwischen der festen ├ťberzeugung ist, dass ihn so oder so gar nichts unterkriegen kann. Was ihm furchtbares widerfahren ist, als er noch so winzig war?

Schaut Euch den WatchGu genau an und beachtet das Schw├Ąnzchen. Degus haben normalerweise am Ende ihres Schw├Ąnzchens einen mehr oder weniger ausgepr├Ągten aber immer vorhandenen schwarzen Puschel. Als unser Indy noch ein kleines WinziGu war und sich noch in Mamas Obhut befand, kam es eines Tages zu einem Drama im M├Ądelsk├Ąfig. Wir wissen bis heute nicht genau, _was_ da eigentlich passiert ist, nehmen aber an, dass das damalige Laufrad irgendwie beteiligt war. Jedenfalls begann von jetzt auf gleich wildes Gefiepe, es rumpelte das Laufrad, der kleine flitzte aufgepiekst durch die Gegend, wir rannten in Richtung K├Ąfig, schauten nach – und da lag der Puschel auf dem Boden.

Indy hat das Drama aber ja offensichtlich mehr als nur gut ├╝berstanden, schlie├člich hat er heute eine leitende Position im Weblog-Business – so als WatchGu hat man schlie├člich eine Menge Verantwortung, nichwahr?

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>